Seltenheiten der Natur


Wanderer haben in Doksy und Umgebung die Gelegenheit, einige seltene Landschaftsbilder zu erleben. Ein Fotoapparat sollte daher immer zur Stelle sein, um die teils skurrilen und teils wunderschönen Naturdenkmäler festzuhalten.

Beginnen wir die kleine Rundwanderung um den Mácha - See am östlichen Ufer. Dort befindet sich ein kleines Feuchtgebiet (ca. 1,4 Hektar), in welchem trotz der geringen Ausbreitung weltweit die meisten Blaualgen und Algen leben. Geschaffen wurde das Feuchtgebiet - das übrigens unter dem Namen Swamp bekannt ist - bereits 1973.

Ein Weg weiter Richtung Osten in den Wald hinein führt den Wanderer zum Králuv stolec. Dieser Sandsteinblock ist die höchste Erhebung in der ganzen Umgebung. Entspannend klingt die Legende dazu: Kaiser Karl IV. soll auf diesem Sandstein mal eine Pause eingelegt und den Blick auf den Mácha - See genossen haben.

Das Gebirge, welches diese gänzlich unterschiedlichen Landschaften in sich vereinigt, ist das Kummergebirge, Polomené hory. Das Mittelgebirge entwickelte sich ebenfalls wie das Elbsandsteingebirge aus den Ablagerungen des Kreidemeers, welche sich zu Sandstein verfestigt haben.

Wenige Kilometer von dem berühmten Sandsteinblock erstreckt sich das Brehyne-Pecopala, ein Naturreservat. Neben einem See, welcher vor allem Heimat für diverse Vogelarten ist, gehört auch der Pecopala (Petzberg) mit seinen 451 Höhenmetern zu den Besonderheiten der Landschaft. Umringt von hügeligem Sandsteingebirge laufen wir aber weiter Richtung Norden.

Dort finden wir bizarre Felsformationen wie die Hundskirche, einen durchlöcherten Felsen, auf Tschechisch Pusté kostely oder Psi genannt. Nicht weit entfernt ist auch das Skalní brána zu bewundern, ein Felsentor mitten in der Landschaft.

Skurril muten auch die Ruinen ehemaliger Kasernen an, denn bis 1991 wurde der Truppenübungsplatz Ralsko noch von der sowjetischen Armee genutzt.

Südlich von Ceská Lípa befinden sich die Mikenhaner Steine, Provodínské kameny, eine markante Berggruppe. Lysá skála, der Kahlstein, ist mit seinen 419 Metern nicht nur der höchste dieser Felsformationen, sondern auch ein Naturdenkmal. Jeden Wanderer genießt die herrlich weite Aussicht, wenn der Berg erst mal erstiegen ist.

Nicht weit von Staré Splavy versteckt sich der Braniborská jeskyne, ein Sandsteinfelsüberhang. Höhlenartig bot dieser Fels den Bewohnern von Doksy Schutz, beispielsweise während des Krieges.

Ein weiteres Naturschutzgebiet schließt sich südlich an Doksy an. Das Kokorínsko, zu Deutsch "Daubaer Schweiz", verführt den Wanderer mit seinen romantischen Wegen durch schattige Täler, die von trockenen Felsriffen gesäumt sind.

Den schönsten Blick über die Natur hat man auf dem Nedvezí vrch, dem Nedoweska mit einer Höhe von 458 Metern.
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